Tragödie

Die erste Tragödie geschah im Jahre 62 n. Chr. Trotz all dieser politischen Wirren und Kriege entwickelte sich Pompeji immer mehr von einem bescheidenen Agrarstädtchen zu einem wichtigen Industrie- und Handelszentrum. Die erste wirklich grosse Naturkatastrophe war das schreckliche Erdbeben im Jahre 62. n. Chr., das aus der Stadt ein Trümmerfeld machte.
Nur durch hartnäckiges Bemühen und grosse Tüchtigkeit gelang es den am Leben gebliebenen Einwohnern, das wirtschaftliche Leben der Stadt wieder in Gang zu setzen und die zertörte Stadt wieder aufzubauen.
Man war schon dabei, letzte Hand an den Wiederaufbau der Tempel zu legen und sie zu vergrössern, als die zweite und endgültige Katastrophe hereinbrach.
Der Vesuv, den man Jahrhunderte lang für einen erloschenen Vulkan gehalten hatte und auf dessen Hängen viele Weinberge, Landhäuser und Villen lagen, explodierte im August 79 n. Chr. ganz plötzlich mit furchtbarer und vernichtender Gewalt.
Nebenstehendes Bild wurde bei einer späteren Eruption  aufgenommen.
Aus alten Überlieferungen geht hervor, dass die Flammen hoch in den Himmel schossen und eine riesige schwarze Wolke die Sonne verfinsterte. Ein dichter Regen von glühendem Lavagestein setzte ein und senkte sich über ganz Pompeji. Mauern und Dächer stürzten ein und ein Ascheregen, der sich kilometerweit in den Himmel erhob stürzte herab und löschte jede Spur von  Leben aus. Die düstere apokalyptische Szene wurde begleitet von Blitzen, Erd- und Seebeben.
Die wenigen Überlebenden, die noch zu flüchten versuchten, wurden von den Giftgasen, die sich überall ausbreiteten, erfasst und getötet. Dieses höllische Entsetzen dauerte drei Tage, dann wurde alles ganz still. Eine Todesschicht von fünf bis sechs Metern  Höhe bedeckte Pompeji und das umliegende Land.
m Vordergrund das unter Asche und Lava verschüttete, teils zerstörte Torre del Greco mit dem bis auf zwei Stockwerke begrabenen Glockenturm der Kirche San Croce, im Hintergrund der mehr oder weniger ruhige Vesuv.
zurück zur Startseite Pompeji

weiter Leben v. Chr.