Ich erhielt folgendes Rezept von einem lieben
Freund, um die kleinen Freudenspender herzustellen.
Da ich das Rezept natürlich erst ausprobieren
musste, schreibe ich Euch meine Erfahrungen.
Ich muss sagen es war eine fürchterliche
Arbeit, an die ich noch lange zurückdenken werde.
Rezept
1. 250 gr Löffelbiskuit
2. 8 Esslöffel Rum
3. 1/8 Liter Wasser
4. 50 gr Kokosfett
5. 30 gr Puderzucker
6. 10 gr Kakao
7. 1 Päckchen Vanillezucker
8. 1 kleines Ei
9. 60 gr Schokostreusel
Wie bekannt ist der Rum der wichtigste Bestandteil
dieser kleinen Spezerei.
Deshalb habe ich diesem auch meine besondere
Aufmerksamkeit geschenkt.
Ich habe mich für einen starken braunen
Rum aus Trinidad entschieden,
dessen Farbton im Gegensatz zu seinem weissen
Verwandten noch durch Karamel aufgewertet wird.
Ich öffnete die bauchige Flasche und liess
sie erstmal atmen und Zimmertemperatur annehmen.
Dabei nutzte ich die Zeit und probierte schon
mal ein, zwei Schluck, um mich von der Qualität zu überzeugen.
In der Vorfreude auf ein schönes Fest, machte
ich heute mal ein Gläschen mehr daraus.
Nun zerliess ich das Kokosfett in einer Kasserole.
Wie es ganz flüssig geworden ist stellte
ich es zum Abkühlen auf die Seite.
Noch einen kräftigen Schluck aus der Rumbuddel,
um den Magen vorzubereiten,
und weiter geht es mit den Löffelbiskuits.
Diese zerkrümelte ich mit den Fingern in
eine Rührschüssel
und beträufelte die Masse mit dem Wasser
und etwa 4 Esslöffel Rum.
Hier kann man gerne auch etwas grosszügiger
sein.
So langsam komme ich auf den Geschmack, und ich
lasse es mir nicht nehmen,
hier noch mal dem braunen Bruder aus Trinidad
gut zuzusprechen.
Der 70%ige Freund schmeckt in der Küche
noch immer am Besten.
Jetzt siebte ich den Puderzucker in eine kleine
Rührschüssel
und schmiss den Kakao samt Vanillezucker noch
hinterher,
wobei mir die sich nun mittlerweile leicht drehende
Küche Schwierigkeiten bereiten tat.
Ich halte mich am Tisch fest und gleiche die
leichten Erdstösse durch schwankenden Gang wieder aus.
Jetzt die Zutaten nicht aus dem Auge verlieren.
Ich werde ein wenig kommutativer und führe
noch einige wichtige Telefongespräche.
Jetzt kann ich auch meinem ehemaligen Scheff,
dem Blödmann, mal richtig die Meinung sagen.
Er hat es schon lange verdient, der- na ja -
ihr wisst schon!.
Nun fällt mir auch die verwaiste Kakaomasse
wieder auf,
der ich hinterrücks noch gut 4 Esslöffel
Rum zufüge- verdammt -, die Buddel ist leer.
Da habe ich aber vorgesorgt und arbeite mich
zum Küchenschrank vor,
der sich irgendwo im hinteren Teil der Küche
befinden muss.
Hier springt mich eine weitere Pulle des strahlenden
Elexiers aus der Karibik an
und ich mache sie kurzerhand einen Kopf kürzer.
Ist auch egal, in jedem Fall noch einen kurzen
Schluck und dann zurück zum Küchentisch,
der sich langsam drehend durch die Küche
schlängelt.
Gerade noch kriege ich ihn zu fassen und nutze
die Gelegenheit
unter die Zucker/Kaakaomasse noch das kaltgestellte
Kokosfett zu rühren,
Rum reinzuschütten und auch noch das kleine
verwaiste Ei reinzukleckern.
Nun gut am Küchentisch festhalten, die Masse
mit den Biskuitbröseln vermischen,
in der Hand zu Kugeln formen und in den Schokostreuseln
wälzen - und dann -
hoch die tassen runner die tassen, halleluja
jetzt sind die kumrulen, rumkulen oder rumkugeln fertig.
Aber nie mehr in meinen Leben mache ich Rumkugeln (Ihr versteht.......?).
Sollte das obige Rezept zu kompliziert sein,
noch eine vereinfachte Version!
|
(ein vereinfachtes Rezept) Zutaten:
Zubereitung:
|