Lumpeli das Intelligenzbündel

Es stand einmal ein altes Sofa im Gartenraum. Auf diesem  hielt unsere Hauskatze Lumpeli ihre wohlverdiente Siesta - nach ausgiebigem Mäusefang in der Umgebung. Dort fühlte sie sich geschützt und schlief die vielen Stunden welche Katzen in 24 Stunden verschlafen können!!! (Es sind je nach Alter und Gesundheit bis zu 16 Stunden) Auf diesem  Möbel durfte sie sich so richtig austoben, es war äusserst praktisch auf diesem Stoff die Krallen zu wetzen, ebenfalls hatte sie ein interessantes Spiel entdeckt – längs des Sofas mit vollem Kralleneinsatz -  sich vorwärts angeln bis ans Ende - eine Kehre – und wieder zurück. Mit grosser Lust trieb sie dieses Spiel und zwar am liebsten, wenn Besuch anwesend war.

Eines Tages nun wurde ihr dieses spannende Spiel total vermiest, denn das ausgediente Sofa musste einer Arven - Tischgruppe weichen!

Konsterniert äugte sie im Raum herum...er war nicht mehr da ihr Lieblingsplatz! (sind die Menschen doch fies). Unter lautem ganz energischem Protest pflanzte sie sich demonstrativ in einer Ecke dieses Raumes auf... und...überkugelte sich. Der klassische dreibeinige 'Bürzelbaum' war geboren. Zuerst hob sie das vordere Bein und drehte den Kopf nach unten und in gerader Linie auf den gebogenen Rücken bis sie wieder stand. Wir lobten sie überschwänglich für ihre Clownnummer und sie erhielt einige Trockenfutter, was für sie damals ein richtiger Leckerbissen war.

Von diesem Tag an konnten wir ihr den "Befehl" geben: "machs Bürzeli"! Sie stellte sich  dann in immer die gleiche Ecke schaute in die Runde, ob auch wirklich alle aufmerksam  zusehen und zog dann ihre Schau  ab. Wir mit unseren schon etwas älteren und steifen Glieder konnten nur neidlos zusehen.

Nach einigen Jahren, mittlerweile hatte Lumpeli schon 13 schöne Katzenjahre auf ihrem Buckel kamen noch zwei Norwegische Waldkatzen ins Haus. Da diese zwei nicht ins Freie durften (Ich züchtete mit ihnen – (doch hatten sie 40 qm Terrasse vernetzt) Also bauten wir für unser liebes Bürzelibüsi im Kellerfenster eine Katzentüre ein. Lumpeli konnte also dort ein und ausgehen. Wenn sie aber zu uns in die Wohnung wollte musste sie hinter der Kellertüre warten  bis wir ihr aufmachten.

Meisten reagierte die zwei 'Norweger', obschon Lumpeli ohne zu miauen einfach hinter der Türe wartete, diese kamen zu uns  und 'meldeten' dies  lautstark.

Im Winter hatte Ernst die glorreiche Idee und hängte eine grössere Glocke hinter die Türe...nach zwei-dreimal zeigen und läuten hatte unser gescheites Büsi auch dies kapiert! Klar bekam sie jedes Mal ein "Katzenguetzli". Anfänglich lief das allerneueste Spielchen so: Wir liessen sie zur Küchentüre raus...sie lief ums Haus - im Keller rein - läutete hinter der Kellertüre - bekam ihre Trockenfutter und will wieder - Küchentüre raus und läuten und  Gutzeli. Es gab Abende wo wir uns 6 – 10 mal aus dem bequemen Fauteuil  schälten und  diesen  'Zeitvertreib' brav mitspielten!

Und...die Moral von der Geschichte: Wir blieben  vielleicht etwas beweglicher dabei und lebten mit der Gewissheit, dass wir die allergescheiteste Katze bei uns hatten!

Unser LUMPELI

Magi Oberle

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