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Pfeifenrauchen, welch
eine Passion

1. Wie ich auf die Pfeife kam
Den
Ausschlag gaben sicher die immer teurer werdenden
Zigarettenpreise. Der zweite
Grund,
dass ich mir eine Pfeife anschaffte war auch, dass ich seit ich
pensioniert
bin, mehr Zeit zur Verfügung habe. Aber der Hauptgrund finde
ich schon am
ehesten in den unverschämten und immer höheren und höheren
Zigarettenpreisen und die gleichzeitige andauernde
Hetzkampagne gegen das Rauchen überhaupt. Wenn Rauchen
wirklich so schädlich
ist, warum wird es dann nicht gänzlich verboten? Aber die vom
Staat
eingezogenen Tabaksteuern sind wohl viel zu lukrativ um darauf
verzichten zu
können. Nun, ich habe den Ausweg gefunden und
ich darf der geneigten Leserin, dem geneigten Leser
versichern; Pfeife rauchen ist ein Genuss! Denn wo und wie
könnte man sich
besser entspannen und seine oft wirren Gedanken besser sammeln als beim
gemütlichen Rauchen einer Pfeife voll gutem und
sorgfältig auserlesenem Tabak?
| Nun soll das Rauchen allgemein in
öffentlichen Lokalen
verboten werden. Das aber haben sie mit sehr schlechtem Erfolg in New
York in
den USA eingeführt, was dazu führte, dass die
Gäste halt auf der Strasse und
öffentlichen Bürgersteigen ihre Zigarette geniessen.
Die Kippe wird natürlich
mangels eines Aschenbechers auf die Strasse geworfen. Dabei wird
natürlich
fröhlich weiterdiskutiert was wiederum die Anwohner
stört. Nun klagen sie über
den Lärm ausserhalb der Restaurant's und Bar's. Und drinnen
werden scharfe
Kontrollen durchgeführt, damit das Rauchverbot auch strikte
eingehalten werde. |
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Wird
jemand beim verbotenen Rauchen ertappt, dann droht eine saftige Busse
und
der Wirt, der ja nicht das Kindermädchen spielen will und
kann, wird ebenfalls
mit einer sehr happigen Busse bestraft und riskiert obendrein bei Wiederholung
die Schliessung des Lokals. Aber was soll man von all diesen Verboten
halten?
Es geht wohl darum, dass der brave Bürger vom Staat
bevormundet wird, was
wiederum persönlicher Freiheit und
Willen entgegenläuft. Doch wie lange wohl noch wird sich das
Volk auf diese
unschöne Art bevormunden lassen?
Also
komme ich zur folgenden Schlussfolgerung; ich bleibe
in meinem gemütlichem Zuhause und rauche mit Genuss und ohne
jewelche Belästigung mein Pfeifchen. Dazu brauch ich mich weder
umzuziehen, noch aus der
behaglichen Umgebung herauszugehen
und
habe meinen Frieden. Und ausserdem kostet mich das auch nichts. Auch
brauche
ich das Geschwätz der Leute, das ja zumeist höchst
uninteressant sowie banal
ist und das ewige und aufdringliche Gepiepse und Gedudel
unzähliger Handy's
nicht mitanzuhuören. Welch ein schöner
Feierabendfriede! Manchmal, wenn man
Glück hat, kommt sogar im Fernsehen eine Sendung, die mich
interessiert und die
ich ganz ungestört und ohne Nebengeräusche mitansehen
kann, oder ich lese ein Buch oder
kann mich völlig ungestört in einer guten Zeitschrift
vertiefen.
Zudem
freut sich natürlich auch meine liebe Frau und
unsere beiden schönen Katerchen, dass Herrchen am Abend zu
Hause bleibt und so
gemeinsam den Abend verbringt, ganz
frei von Stress und Verboten. Und Geld hat man dabei
auch noch gespart
und nicht unnötigerweise ausgegeben. Ja, ich
fühle mich zu Hause wieder als freier und
mündiger Bürger, ganz nach dem englischen Motto: My
House is my Castel.
Also,
deshalb entschloss ich mich, mir eine gute, nicht
zu billige aber auch nicht zu teure Tabakpfeife zu erwerben.
Fündig
wurde ich in einem kleinem Kiosk und Tabakladen an der Piazza Grande.
Eine
freundliche und geduldige, leider aber fachunkundige Frau versuchte
mich so
gut wie
möglich zu beraten. Aber ich bin
ja kein Pfeifenneuling und erinnere mich noch schwach an meine erste
Pfeife.
Die gehörte zwar meinem Vater und ich war ja auch erst so 14
oder 15 Jährchen
alt. Die Pfeifen waren damals so richtige Tabakspeicher und
für
eine lange und ausgiebige Rauchdauer
gemacht. Also ziemlich klobig und schwer, so dass es mir die Mundwinkel
ganz schön
nach unten zog. Also
das alleine hätte noch gar kein Thema sein sollen
und müssen - war es aber doch! Ihr wisst ja, liebe Leserinnen
und liebe Leser,
der Gwunder und die Neugier. Wer raucht, der fühlt sich
zweifellos schon als
ein Mann. Und schliesslich; wer von den Jungen möchte nicht
schon ein Mann
sein?
Also,
dass die Pfeife in drei Teile zerlegt werden kann,
das wusste ich noch. Und dass eine verstopfte Pfeife eben kein
schönes Rauchen ermöglicht, ebenfalls. Und der Tabak meines Vaters, ja, der war versteckt,
mein Vater
dachte in weiser Voraussicht daran. Doch ein Ersatz bot sich gleich in
oder
besser unter unserem Heustock an. Denn da gab es eine grosse Menge
feiner und
würziger Heublumen. Wohlriechend wie Tabak
und völlig kostenlos dazu. Und dieser
"Eigenanbau" Tabak liess
sich sehr gut rauchen. Mein Vater war da aber doch etwas anderer
Meinung. So
klärte er mich, den jungen und unerfahrenen Raucher auf:"Wenn
du schon meine
Pfeife rauchst, dann benütze auch meinen Tabak und verstinke
mir nicht meine
gute Pfeife mit diesem Heublumenzeugs." Darauf aber blieb Pfeife und
Tabak für
mich unauffindbar.
Doch
in unserem kleinen Bahnhof stand einer dieser alten
Automaten an denen man Zigaretten im Dreierpack, Stumpen im Zweierpack,
Schokoladeriegel und Caramel's herauslassen kann. Also bediente ich
mich halt
dort am Automaten und rauchte nun gute und billige 10er Stumpen. Der
Schulweg
war ja lange genug und bis ich in der Schule oder zu Hause ankam war
auch der
Stumpen fertiggeraucht.
2. Neuanfang und Einrauchen
meiner ersten
Pfeife
Erfreut
über meinen schnellen und guten Entschluss zu der von mir
ausgelesene Pfeife und mit ihrem sichtbar zufriedenen Kommentar,
verpackte die Lädelibesitzerin meine neue Erungenschaft in ein
Stoffsäcklein, steckte
alles wenig elegant
in einen kleinen Papiersack und der Kauf wurde durch meine Barzahlung
besiegelt.
Nun war ich stolzer Besitzer einer nicht sehr eleganten aber immerhin
ansehlichen Brerera Pfeife. Der dazugehörige Tabak und der
Pfeifenstopfer waren
schnell dazugekauft und zufrieden verliess ich das kleine
Lädeli und die
freundliche und offenbar sehr zufriedene Frau. Es soll der
geschätzen und dem
ebenso geschätzten Leser noch kundgetan werden, dass diese mit
Wissen über
Tabak nicht allzusehr belastete Frau die Witwe ist von einem wahren,
leider
aber verstorbenen, Kenner von guten Cigarren, Tabaken und Pfeifen,
selber nicht viel gelernt hat. Das ist
schade, denn heute
verschwinden diese Fachleute immer mehr. Die heutigen Kioskbesitzer
haben weder
die nötige Erfahrung noch die Kenntnis der Materie um den
Kunden fachmännisch
zu beraten. So müssen wir heute auf die zum grossen
Glück vielfältige und
reiche Literatur in Büchern und das Internet
zurückgreifen.
Wie
man eine Pfeife ein- oder anraucht, ist allen
Pfeifenrauchern bekannt. Ausserdem schmeckt das Rauchen besser, wenn es
nicht
gar zu lange dauert. Vor allem am Anfang. Es ist doch ein sehr grosser
Unterschied von der Zigarette zur Pfeife. Also fülle ich die
Pfeife nur zu etwa
einem Drittel. Nun nehme ich ein Streichholz und setze den Tabak durch
leichtes Ziehen in Brand. Nachdem ich das abgebrannte Zündholz
im Aschenbecher
abgelegt habe, nehme ich den kleinen Pfeifenstopfer oder
Stöpsel zur Hand und
drücke den Tabak leicht und gleichmässig an. Die
Pfeife soll langsam und
gleichmässig rauchen und der Pfeifenkopf darf nicht allzu heiss
werden. Schliesslich
ist eine verbrannte Zunge nicht gerade das angenehmste. So ein
Pfeifchen lässt
sich gemütlich während
20 bis 30 Minuten
rauchen. Wer seine Pfeife ein zweites oder gar ein drittes Mal
anzünden muss,
hat zu wenig gezogen.
Aber
auch das braucht ein wenig Uebung. Wird die Pfeife zu
heiss, dann liegt das wohl daran, dass zu heftig und zu hastig daran
gezogen
wurde und man sollte versuchen in längeren Zeitabständen
und mit etwas weniger Zug
zu ziehen. Also immer sehr gemächlich aber
konstant. Das ist auch mir nicht im ersten Anlauf gelungen.
Aber
nur die Geduld nicht verlieren! Mit etwas Geduld wird es schon werden.
3. Welches ist die "richtige"
Pfeife?
Es gibt verschiedene
Pfeifen. Es gibt sie aus Holz, aus
Ton, das Appenzeller Lindauerli und die aus dem noblen Meerschaum
gefertigten.
Natürlich sind Tabakpfeifen handgearbeitet und der Stolz jedes
Pfeifenmachers.
Sie alle gibt es mit geraden oder
gebogenen Mundstück.
Kunstvoll geschnitzte, wahre Prunkstücke mit ihren oft
silbrigen, aus Horn oder
mit Bernstein versetzten Mundstücken. Ja, es gibt sogar
sogenannte
"Lesepfeifen", die sich durch ein extralanges Mundstück
auszeichnet.
Damit kommt einem der rauchende Pfeifenkopf nicht in die Wege und
stört das
Leserauge nicht.
Also,
um die ersten Erfahrungen zu sammeln sollte man
nicht gerade eine sehr teure Pfeife anschaffen. Da tut es eine einfache
und
ganz normale und vor allem nicht zu grosse vollauf. Wichtig
ist, nicht zu viel und zu fest stopfen. Holzpfeifen
sie sind übrigens aus der Wurzelknolle des
Heidebaumes geschnitzt. Der Baum kommt rund um das Mittelmeer herum
vor. Daraus
werden die Bruyere und Brebbia und
die
meisten aller Pfeifen geschnitzt. Das Mundstück ist meist aus
Ebonit oder
Acryl gefertigt.
Ebonit ist etwas
weicher und passt sich den Zähnen besser an.
Die
Meerschaum Pfeife ist natürlich der Mercedes oder
Cadillac unter den Pfeifen. Sie
ist sehr einfach in der Handhabung, unkompliziert in
der Anwendung und Pflege und kann so oft wie gewünscht
geraucht werden.
Dank
dem saugfähigen Mineral Magnesium-Silikat, auch
Sepiolith genannt, assorbiert die Pfeife die sich an der Pfeifenwand
niederschlagende Feuchtigkeit. Die
Meerschaumpfeifen haben
den grossen Vorteil, dass sie die Feuchtigkeit assorbieren, die
sich durch das Rauchen im Pfeifenkopf entwickelt.
Meerschaum
kommt vorallem in der nordöstlichen Türkei,
also in Anatolien vor. Es liegt schwer auffindbar
in kleinen unansehlichen Knollen bis zu einigen Metern unter der Erde,
weich und
triefnass. Seit dem
Staatsgründer Atatürk ist es verboten, Rohstoffe aus der Türkei
auszuführen. Wie denn dieses
Material trotzdem den Weg nach ausserhalb des Landes findet,
dürfte wohl ein
kleines Rätsel sein. Erst wenn das Material
getrocknet ist, wird es fest und
bearbeitbar.
Aber Achtung! Es gibt auch Fälschungen die nur aus
Meerschaumabfällen bestehen. Diese durch das Bearbeiten der Knolle entstandene
Produkt wird dann mit Hilfe eines Spezialleims zu einer Pfeife gepresst.
Dabei
gehen aber die guten Charakteristiken einer Blockmeer-schaumpfeife
verloren. Die
Mehrausgabe für eine echte Meerschaumpfeife lohnt sich daher.
Nur
ein grosser Nachteil hat diese schöne, anfänglich und
sich dann mit der Zeit ins Grauschwarze verfärbende Pfeife;
sie zerbricht
leicht. Deshalb muss sie sehr sorgfältig gehandhabt werden.
Da das gute Stück
jedoch immer in einem eleganten Etuit mitgeliefert wird, versorgt man
die
ausgekühlte Pfeife am besten immer nach dem Rauchen darin. Da
liegt sie dann
gut geschützt und aufgehoben bis zum nächsten Mal.
Meine
"Erungenschaft" hat ein Bernsteinmundstück,
was meiner Neuanschaffung ein besonders elegantes Aussehen
gibt. Bernstein ist ist ein Produkt
längst verstorbener Bäume
und deren Harz. Vor
hunderten Milionen Jahre wuchsen diese Bäume im
Norden Europas. Sie produzierten sehr viel Harz und das ist auch das
Ausgangsprodukt für den Bernstein. Durch Wasser und
Erdbewegungen wurden dann
Bäume und deren Harz in die Ostsee getragen und vom Schlick,
Sand und anderen
Elementen zugedeckt. Die Zeit und Natur formten dann dieses edle
Mineral zu
dem, woraus heute auf kunsvolle Art Schmuck, Pfeifenmundstücke
und vieles mehr
geformt und geschnitzt wird. Nun kann
man diese Knollen, wenn man Glück hat, am Strand
der Ostsee finden und es ist sogar stellenweise reichlich vorhanden.
4. Noch etwas zum Tabak
Das
Wichtigste ist natürlich die Tabaksorte. Den
richtigen Tabak zu finden ist gar nicht so leicht. Es steht eine
Riesenauswahl
zur Verfügung und wer die Wahl hat, hat auch die Qual.
Vor allem wenn man einen
nicht aromatisierten oder gar nicht parfümierten Tabak sucht.
Und Mischungen
lässt man mit Vorteil beim Tabakhändler mischen, denn
der weiss am besten,
welche Tabake sich gut miteinander vertragen.
Ich
kannte von früher einige Tabaksorten und so begann ich
gleich mit diesen. Das hatte den Vorteil, mich nicht gleich in ein
unbekanntes
Abenteuer zu stürzen. Dann stellt sich das Problem, wo man
diesen nun
bevorzugten Tabak in der richtigen Qualität erhält.
Es ist nicht nur eine
Frage der Verfügbarkeit, es ist auch ein Problem der Beschaffenheit, also ob
der Tabak zu feucht oder zu trocken ist. Meistens sind die Tabake viel
zu
trocken. Dem kann aber mit Hilfe eines Stückleins einer rohen
Kartoffel abgeholfen
werden. So schneide ich von einer geschälten Kartoffel eine
Scheibe ab und lege
sie in den Tabakbeutel. Nun aber ist es ratsam, gelegentlich den
Feuchtigkeitsgehalt zu überprüfen. Zu nasser Tabak
ist auch nicht gerade das
Richtige, nässt die Pfeife unnötigerweise und
ausserdem brennt dieser nasse
Tabak nicht nur schlecht, sondern auch auf der Zunge.
Was
viele vielleicht nicht wissen; auch in der Schweiz
wird Tabak angebaut. Nicht mehr soviel wie noch vor und nach dem
zweiten
Weltkrieg, das meiste wird wohl importiert. In Brissago gibt es noch
heute eine
Fabrik die die berühmte Brissago herstellt. In Italien werden
noch heute die
Toscani und Toscanelli fabriziert. Gute Qualität wird noch
immer nach alter
Tradition von Hand gerollt. Tabak wurde früher im Tessin sehr
viel angebaut,
doch heute ist der Anbau gänzlich verschwunden und nur noch in
der
Welschschweiz wird noch welcher angebaut.
Aber ich mag mich
noch erinnern, als ich als kleiner Bueb im Zürcherunterland
beim Tabakauffädeln
mitgeholfen hatte. Dann wurden die Blätter in einem
offenen Schopf unter dem
Dach aufgehängt und langsam getroknet. Dann hingen sie hoch in
der Luft, lange
braungelbgrüne Blättergirlanden. Je reifer die
Blätter wurden, desto besser
wurde der Geruch. Dann wurde die Ernte von Tabakeinkäufern
geprüft und nach
Qualität bezahlt. Doch unser einheimischer Tabak taugt wohl
nur gerade für
Stumpen und Pfeifentabak.
5. Die Pfeifenpflege
Die
Pflege meiner Pfeifen ist ist bei mir zum Ritual
geworden. Jede Woche, am Sonntagnachmittag nehme ich mir sie vor. Eine
um die andere nehme ich sorgfältig auseinander und reinige sie mit
den extra dafür
geschaffenen Pfeifenreinigern. Die Pfeifenköpfe und
Hälse werden dann mit einem
weichen Lappen poliert und das Mundstück mit einer leichten
Desinfektionslösung gesäubert. So lassen sich meine
Lieblinge wieder angenehm
und leicht rauchen und bereiten mir Zug um Zug ein ganz besonderes und
angenehmes Vergnügen.
Sogar
meine liebe Frau hat
ihren anfänglichen Widerstand gegen das Rauchen in der
Wohnung
aufgegeben. Und warum wohl? Sie hat mit Befriedigung festgestellt, dass
eine
richtig gepflegte Pfeife weder stinkt noch sonstwie unangenehme
Gerüche
verursacht. Auch legt sich keine wüste,
gelblichbräunliche Schicht auf Möbel
Wände und Beleuchtungskörper ab. Ausserdem,
wie wäre das im Winter oder im kühlen
Frühling
oder Herbst draussen auf dem Balkon? Sicher nicht angenehm, eine halbe
Stunde
an der Kälte schlotternd und frierend hastig und in wilden
Zügen an der
Pfeife zu saugen.
Natürlich
dürfen und sollen die Mitbewohner ein
Mitspracherecht bei der Wahl des Tabakes haben. Denn dann tolerieren
sie nicht
nur das Rauchen im geschlossenen Raum, sie finden es selbst als
angenehm und
wohlriechend. Und das ist meiner Meinung nach der Beweis eines
guten
Tabakpfeifenrauchers.
Pfeifenphilosophie
Für mich ist jede Pfeife etwas anderes.
Jede
raucht sich einwenig anders, jede fühlt sich etwas
anders
an und jede Tabakpfeife schmiegt sich anders meiner Hand
an. Es gibt nicht zweimal die selbe und
gleiche Tabakpfeife. Jede ist für sich eine ganz
individuelle Schöpfung mit
ihren eigener Eigenheit.
Nehme
ich eine Pfeife zur Hand, dann baut sich soetwas
wie ein Dialog auf. Nur schon wenn ich sie in die Hand nehme,
merke ich, dass ich da etwas ganz besonderes anfasse. Die
Tabakpfeife Sie hat einen Karakter, ja, ich möchte
sogar
meinen, sie hat ein ganz persönliches
Eigenleben und
möchte auf ganz besondere Art behandelt werden.
Und das ist auch richtig so, denn schliesslich
will ich
mich für die nächsten 20 - 30 Minuten mit ihr
vergnügen! Deshalb lege ich
sie, wenn ich sie fertig geraucht habe,
nicht einfach
achtlos beiseite. Nein, ich reibe sie sorgfältig und
gefühlvoll mit einem
weichen Lappen ab, wische das Mudstück
sauber. Dann glänzt sie wieder
wie neu und mir scheint, auch sie, die edle
Pfeife freut sich darüber.
von Franz
Manser 2004
(Copyright)
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